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Elephone P8000: Octa-Core-Smartphone unter 200 Euro

Elephone P8000
Sieht schick aus, hat massig Power unter der Haube und dürfte ein harter Widersacher für Samsung, Apple & Co. werden: das Elephone P8000.

Ein brandneues Galaxy S6 von Samsung kostet mindestens 550 Euro (Stand: Ende Mai 2015). Der chinesische Handyhersteller Elephone zeigt mit dem P8000 (Modell MT6752 oder MT6753), dass Premium-Ausstattung nicht gleich Premium-Preis bedeuten muss. Für umgerechnet 191 Euro erhalten Käufer des Elephone P8000 ein Smartphone mit 5,5-Zoll-Display (Full HD, rund 450 ppi), 64-Bit-fähigem Octa-Core-CPU und 2 (MT6752) respektive 3 Gigabyte (MT6753) Arbeitsspeicher. Der 16 GB große Datenspeicher ist mittels microSD erweiterbar. Bei der Kameraausstattung varrieren die Angaben: Beim Modell MT6752 scheinen eine 16- (für Fotos) und 8-Megapixel-Kamera (für Selfies) verbaut zu sein. Im MT6753 steckt den Angaben nach ein Sony-Sensor mit 13 Megapixel. Gleich sind hingegen die unterstützten Funkverbindungen: LTE, Bluetooth 4.0, NFC und WLAN-n sind an Bord. Zudem ist eine Dual-SIM-Funktion vorhanden. Mit 4.200 Milliamperestunden fällt der Akku relativ üppig aus. Android ist in der aktuellen Version 5.1 installiert.

Meine Meinung: Liest sich super – aber hält die Technik am Ende das, was sie verspricht? Kann Elephone den sehr günstigen Preis für Kunden in Deutschland stabil halten? Wenn beide Fragen positiv beantworten werden können, dann haben wir es beim P8000 mit einem ernstzunehmenden Herausforderer für die Galaxys und iPhones dieser (Smartphone-)Welt zutun.

Huawei Ascend P6 – alte Liebe rostet nicht

Berufsbedingt hatte ich schon einige Smartphones verschiedener Hersteller in meinen Fittichen. Privat ist meine Handy- beziehungsweise Smartphone-Laufbahn bis dato recht bescheiden. Es fing mit einem Nokia 1600 an – hier empfiehlt sich ein Blick auf einen schönen Retro-Artikel auf computerbild.de. Das Nokia wurde 2011 durch ein anderes Nokia ersetzt: durch das 6303i. Ich erinnere mich noch gut, dass mir das Handy sehr gefallen hat.

Dann schuf ich mir mein erstes Smartphone an. Das Samsung Galaxy S Plus war mein Eigen, da gab es schon den überaus erfolgreichen Nachfolger Galaxy S2 zu kaufen. Damals reichte mir das S Plus aber völlig aus. Ich spielte CyanogenMod als alternatives Betriebssystem auf. Erst mit neuen Android-Versionen und Anwendungen, die mehr Speicher und Prozessorleistung forderten, wuchs allmählich der Wunsch nach einem besseren Smartphone.

Es war Spätsommer 2013. Die bekannten Smartphone-Größen hatten ihre damaligen Topmodelle draußen. Doch sie waren für mich schlicht uninteressant. Ich entschied mich für ein Smartphone eines noch relativ jungen Mitstreiters, mein neues Smartphone wurde das Ascend P6 von Huawei. Ja, optisch erinnerte es stark an Apples iPhones 4 beziehungsweise 4S, doch es war größer (4,7 statt 4 Zoll) und merklich flacher. In der von mir gewählten schwarzen Variante verfügte es über eine Alu-Rückseite, der Rand war generell sehr dünn gehalten, sodass sich das Display bis fast an die Kante erstreckte. Man konnte von Liebe auf dem ersten Blick sprechen.

Die Ausstattung befand sich auf hohem Niveau, lediglich mangelnden LTE-Funk konnte man Huawei schon damals ankreiden. Heute, fast zwei Jahre nach Kauf und etlichen gemeinsamen Stunden mit dem P6 später, will ich nun mein persönliches Fazit ziehen. Denn während viele Tests mehr eine Momentaufnahme sind, fließen in mein Urteil monatelange Erfahrungen ein.

Musste mein P6 leiden? Ja! Hat es mich jemals richtig enttäuscht? Nein! Verfiel zwischenzeitlich der anfängliche Zauber um das P6? Schwierige Frage … Ich will mal so sagen: Spätestens, wenn ein neues Top-Smartphone erscheint und alle bisherigen Modelle in puncto Ausstattung und Schnelligkeit besiegt, gibt es neidische Blicke auf die Konkurrenz. Check. Wenn sich dann noch frische Gerätedesigns angenehmer in der Hand anfühlen, will man (ich) am liebsten sofort wechseln. Check. Und ja, solche Momente gab es viele. Check. Stopp!!

Auch wenn mir das Huawei Ascend P6 mehrfach (!) auf harte Kacheln gefallen ist, die unvorteilhafte Position der Kopfhörerbuchse dabei bereits deformierte und eine Kante sich leicht gelöst hat – das Smartphone funktioniert nach wie vor wie am ersten Tag. Bei einem iPhone oder Galaxy-Handy wäre sicherlich längst das Display gesprungen; oft genug las man solche Nutzererfahrungen in Blogs & Co.

Um die Überschrift dieser Kolumne zu verstehen, möchte ich von einem Ereignis erzählen, das zwei Monate zurückliegt. Vorweg: Ich bin nicht abergläubisch. Doch woran soll man bitte glauben, wenn einem die 32-Gigabyte-Speicherkarte (über 20 GB gefüllt) an einem Freitag, den 13., aus heiterem Himmel „abraucht“. Das Huawei selbst meldete nur, dass die Karte nicht mehr lesbar sei und ich sie formatieren sollte. Zu dem Zeitpunkt – fest entschlossen, demnächst ein neues Smartphone anzuschaffen – legte ich die microSD einfach zur Seite, hörte fortan keine MP3s übers Smartphone, gab mich meinen Schicksal hin …

Es sollte noch schlimmer kommen. Vor rund zehn Tagen – ich war gerade unterwegs – stoppte plötzlich, während ich Radio (wieder entdeckte Funktion, wenn man halt keine MP3s mehr hat) hörte, die Wiedergabe. Das Ascend P6 startete neu, direkt in den Download-Modus. Weil ich nichts „kaputt“ (noch kaputter) machen wollte, unterbrach ich den Prozess nicht. Nach einem weiteren Neustart hielt ich zu meiner Überraschung ein P6 im Werkszustand in den Händen. Alle Daten wutsch. WTF!!

Nie war der Wunsch nach einem neuen Smartphone größer, aber ich gab dem Huawei noch eine Chance, die letzte. Ich richtete also das Gerät neu ein. Die Huawei-Oberfläche, die ich zuvor mittels Launcher überdeckt hatte, erlebte ich dadurch neu. Und sie gefiel mir überraschend außerordentlich gut. Sie kommt ohne App-Übersicht daher und ähnelt damit der iPhone-Software. Überhaupt läuft das Ascend P6 seit dem ungewollten Neubeginn geschmeidiger denn je. Viele Daten waren glücklicherweise über mein Google-Konte und die Sim-Karte gespeichert. Und als Sahnehäubchen erkennt das Smartphone nun meine Speicherkarte wieder!

Neuerdings sieht man mich (wie gewohnt) mit In-Ear-Kopfhörer durch die Stadt ziehen. Ich bin glücklich, fast schon verliebt in mein neues altes Huawei Ascend P6. Es hat Narben und Kratzer, ja – doch ich betrachte sie als schöne Erinnerungen.

LG G4: Auch ein Rücken kann entzücken

Lg G4
Mit seiner ledernen Rückseite macht das LG G4 optisch einiges her.

Nach dem Galaxy S6 und S6 Edge sowie dem HTC One M9 kommt auch LG mit einem neuen Top-Smartphone um die Ecke: Das LG G4 reiht sich in puncto Hardware-Ausstattung in die Oberliga ein. Neben einem 5,5-Zoll-Display mit mehr Pixeln als die meisten Fernseher, einem sechskernigen Prozessor und satten 3 Gigabyte Arbeitsspeicher packt LG flinken LTE-Mobilfunk, WLAN-ac und Bluetooth 4.1 ins Gerät.

Offizielle Produktdaten:
• CPU: Qualcomm Snapdragon 808 mit X10 LTE
• Bildschirm: 5,5 Zoll (ca. 14 cm), Quad HD IPS Quantum Display (2560 x 1440, 538 ppi)
• Speicher: 32 GB eMMC ROM, 3 GB LPDDR3 RAM / microSD Speicher-Slot für bis zu 2 TB
• Kamera: Rückseite 16 MP mit F1.8 Blende (Lichtstärke) / OIS 2.0, Front 8 MP mit F2.0 Blende (Lichtstärke)
• Batterie: 3.000 mAh (austauschbar)
• Betriebssystem: Android 5.1 Lollipop
• Abmessungen: 9 x 76.1 x 6.3 – 9.8 mm
• Gewicht: 155 g
• Netzwerkunterstützung: LTE 300Mbps, HSDPA+ 42 Mbps
• Verbindungstechnologien: Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac; Bluetooth 4.1LE; NFC; USB 2.0; Miracast
• Farben: Metallic-Silber, Metallic-Gold, Keramik-Weiß; Naturleder: Schwarz, Braun, Rot; Weitere: Expert-Modus, Intervall-Aufnahme, Quick Shot

Nicht gänzlich neu, dennoch eine Seltenheit: Das LG G4 gibt es wahlweise mit einer Rückseite aus edlem Leder (Preis: 699 Euro, normale Version: 649 Euro). Zudem ist das Smartphone-Display leicht gekrümmt und soll sich so besser ans Gesicht schmiegen (beim Telefonieren). Das LG G4 ist das erste Smartphone mit der hauseigenen UX-4.0-Nutzeroberfläche, die mit „Quick Shot“ (Kameraschnellstart) , „Smart Gallery“-Funktion (optimierte Galerie), „Smart Notice“ (personalisierte News) und „Quick Help“ (Hilfe zur Gerätehandhabung) ausgerüstet ist. Dank einer Partnerschaft mit Google erhalten Käufer eines LG G4 100 Gigabyte Cloud-Speicher für zwei Jahre kostenlos. Einige Volkswagen-Modelle unterstützen zudem „MirrorLink“ – eine Technik, die den Displayinhalt des LG G4 auf das Amaturenbrett überträgt.

Zum 28. April 2015 startete der Verkauf in Korea. Demnächst soll es in rund 180 weiteren Ländern verfügbar sein.

Meine Meinung: Ein Smartphone ist ein Gerät, das man ständig mit sich rumträgt, aus der Tasche packt und drauf starrt. Klar, sollte die Technik auf aktuellem Stand sein. Wichtiger finde ich aber, dass das Smartphone auch optisch was hermacht. Am besten ist es individuell – besonders gut hat das Motorola mit dem eigenen Konfigurator umgesetzt (Link). Hier wählen Sie Farbe, Material und gegebenenfalls Gravur selbst. LGs G4 mit Lederrückseite ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Gut so!