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Biostar Gaming Z170X4: Erstes Skylake-Mainboard

Biostar Gaming Z170X4
Allen Anschein nach das erste Skylake-Mainboard: das Biostar Gaming Z170X4.

Überraschung: Eigentlich werden zur Technikmesse Computex (2.-6.6.2015, Taipei) Intels Broadwell-Prozessoren für Desktop-Systeme erwartet. Mainboard-Hersteller Biostar hat vorab angekündigt, schon eine Hauptplatine für die darauffolgende Chip-Generation vorzustellen. Das Board heißt Biostar Gaming Z170X4 und verwendet den Oberklasse-Chipsatz Z170.  Der wiederum soll mit 20 sogenannten Lanes deutlich mehr bieten als der Vorgänger (8 Lanes) und so eine optimale Anbindung für moderne PCIe- oder M.2-SSDs ermöglichen. Im Produktfoto fehlt dem Biostar Gaming Z170X4 noch jegliche Kühlung – um den Spannungswandlern und auf dem Chipsatz. Näheres gibt es dann vor Ort auf der Computex 2015 zu sehen.

Meine Meinung: Toll, dass Intel Skylake und zugehörige Chipsätze anscheinend jetzt schon Fahrt aufnehmen. Weitere Hersteller wie Asus, MSI und Gigabyte dürften sicher bald folgen. Und wer weiß: Vielleicht erscheinen die Skylake-Chips doch noch im Sommer.

Intel Broadwell & Skylake: Preise gesichtet

Intel-Roadmap – Broadwell, Skylake-S und -K, Broadwell-E
Dieser Roadmap nach gibt es schon bald frische Intel-Prozessoren für Desktop-Plattformen.

Update (16. Mai 2015): So viel kostet Broadwell für Desktop
Der Start der Broadwell-Prozessoren für Dekstop-Systeme steht unmittelbar bevor – am 2. Juni 2015 soll es soweit sein. Schon jetzt führen einige Online-Händler die Chips in ihren Shops auf und nennen sogar Preise. So kostet der Core i7-5775C als Boxed-Version wohl  499,99 US-Dollar (USD). Den Core i5-5675C gibt es für 379,99 USD. Das sind vergleichsweise hohe Startpreise. Bemerkenswerter ist jedoch, dass der für Herbst 2015 geplante Broadwell-Nachfolger bereits gelistet ist. Die Skylake-Generation debütiert mit dem Core i7-6700 und Core i5-6500, die 388 respektive 250 kanadische Dollar kosten.

Original-Meldung vom 5. Mai 2015
Nachdem kürzlich Details zur Skylake-Generation von Intel publik wurden, gibt es nun eine Roadmap, die diverse neue Prozessoren für das dritte und vierte Quartal 2015 ankündigt. Schon im laufenden zweiten Quartal bringt Intel der Roadmap zufolge Broadwell-Chips für Desktop-Plattformen (Sockel 1150) auf den Markt; dabei handelt es sich um die Modelle Core i7-5775C und Core i5-5675C. Deren integrierte Grafikeinheit „Iris Pro Graphics 6200“ schafft laut Folie 4K-Auflösung bei 60 Hertz, den Stromverbrauch gibt Intel mit 65 Watt (TDP). In bestimmten Situationen sollen es nur 37 Watt sein (cTDP). Als Untersatz dienen Chipsätze der 90er-Serie; entsprechende BIOS-Updates haben bereits einige Mainboard-Hersteller angekündigt. Beide Chips sind übrigens in der nächst höheren Preisklasse eingeordnet als ihre direkten Vorgänger. Das ist in sofern ungewöhnlich, als dass Intel in den vergangenen Jahren die alten Modelle durch die neuen ersetzt hatte, das alte Preisschild aber in der Regel dran ließ. Die genannten Prozessoren werden wohl die letzten für den Sockel 1150 sein – sozusagen die „Söhne des Haswell“.

Die Skylake-S/K-Prozessoren sind ab dem dritten Quartal erhältlich. Sie debütieren als Core i5-6500, i5-6600, i5-6600K sowie als Core i7-6700 und 6700K.  Allen Anschein nach benötigen sie einen frischen Sockel: den 1151, der mit einem Chipsatz der 100er-Serie zusammenarbeitet. Damit dringt auch der neue DDR4-Speicher in Intels Mainstream-Plattform – bisher gibt es den Standard nur im High-end-Bereich bei Intel. Für letzteren gibt es Anfang 2016 einen Generationswechsel: Dann nämlich beerbt Broadwell-E die aktuelle Haswell-E-Reihe, laut Roadmap.

Meine Meinung: Schenkt man den Angaben Glauben, dürfte Intel bereits zur Technikmesse Computex (2. bis 6. Juni 2015) die Broadwell-Chips für Dekstop vorstellen – endlich. Doch die sind eh nur eine Übergangslösung beziehungsweise der krönende Abschluss der Sockel-1150-Plattform. Wesentlich spannender dürfte Skylake-S sein, denn damit kommt DDR4-Arbeitsspeicher in die bezahlbare Mittelklasse an. Wie hoch der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den Vorgänger ist, muss sich zeigen. Davon hängt aber stark ab, ob die Kunden bereit sind, Geld für eine komplett neue Plattform (Mainboard, RAM) auszugeben. Ich bin da aktuell noch eher skeptisch.

Intel Skylake: Details zur GT4-Grafikeinheit

Intel Skylake – Modelldetails
Das Skylake-Line-up samt einigen Details.

Bisher gibt es von Intel folgende in bestimmten Prozessorserien integrierte Grafikeinheiten: GT1, GT2, GT3 und GT3e (wie GT3, aber mit 128 MiByte L4-Zwischenspeicher). Mit Intels Skylake-Generation (speziell für Mobile) kommen offenbar schnellere Grafikeinheiten hinzu: die GT4 und GT4e. Auf einer geheimen Folie, die man Intel zuschreibt, übertreffen die neuen Grafikeinheiten die alten dank 72 sogenannten Execution Units um bis zu 50 Prozent. Dazu sei angemerkt, dass die Werte in syntetischen Benchmarks (3DMark Vantage, 3DMark 11) ermittelt wurden, in denen schon in der Vergangenheit Intel-Grafikeinheiten relativ gut abgeschnitten haben. Die Spieleleistung sollte gegenüber dem Vorgänger trotzdem besser ausfallen – nicht zuletzt wegen Verbesserungen in der Architektur (Gen9). Des Weiteren erhöht sich mit Skylake für den Mobile-Bereich die Akkulaufzeit beziehungsweise der Energiebedarf scheint sich zu reduzieren.  Eine weitere Folie gibt mehr Infos preis: Demnach bringt Intel die Grafikeinheit GT4e auch auf den Sockel 1151. Für Skylake-U ist der Vorgänger GT3e mit 64 MiByte Speicher vorgesehen. Die Broadwell-U-Chips müssen ohne L4-Speicher auskommen  und setzen auf die GT3.

Meine Meinung: Mehr Grafikleistung bei gleichzeitig reduziertem Strombedarf für lange Akkulaufzeiten liest sich wunderbar. Ob Intel es tatsächlich schafft, alle genannten Vorteile umzusetzen, wage ich allerdings zu bezweifeln. Ich tippe darauf, dass die GT4 und GT4e einen messbaren Grafikschub bringen, aber in der Praxis ein Notebook genauso früh schlapp macht wie mit einer Vorgänger-Grafikeinheit.

Intel Skylake: Namen und Spezifikationen

Intel Skylake
Intels Skylake-Generation zum ersten Mal mit konkreten Modellnamen.

Ende 2015 löst Intels Skylake-Baureihe die aktuellen Haswell- (Desktop) und Broadwell-Chips (Mobile) ab. Im Internet kursieren bereits konkrete Modellnamen und erste Prozessormerkmale. Eine von benchlife.com veröffentlichte Tabelle nennt zehn Skylake-Chips für die neue Plattform 1151, darunter das Flaggschiff Core i7-6700K und den kleinsten Einsteiger Core i5-6400T. Beide sind native Quad-Cores, aber nur der Core i7 verarbeitet dank Hyperthreating bis zu acht Tasks gleichzeitig. Dafür begnügt sich der Core i5 mit T-Suffix laut Tabelle mit nur 35 Watt (TDP). Was in Hinblick auf Energieeffizenz die bislang nicht geleakte Core-i3-Reihe der Skylake-Generation bietet, lässt sich nur erahnen.  Fakt ist, dass Intel auf den neuen 14-Nanometer-Fertigungsprozess setzt. Außerdem ist klar, dass frische Chipsätze ebenfalls erscheinen werden. Als Namen machen der Z170, Z150, Q170, Q150, B150 und H110 die Runde. Spannend bleibt auch, was es mit der Unterstützung von DDR4 und DDR3L auf sich hat.

Meine Meinung: Seit der zweiten Core-i-Serie hat sich hinsichtlich der Prozessorleistung eher wenig getan; Intels Augenmerk lag klar auf der integrierten Grafiklösung. Ich hoffe, Intel nutzt die neuen Technologien (DDR4, 14 nm), um deutlich mehr Tempo aus den Chips herauszuholen.