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Intel Broadwell & Skylake: Preise gesichtet

Intel-Roadmap – Broadwell, Skylake-S und -K, Broadwell-E
Dieser Roadmap nach gibt es schon bald frische Intel-Prozessoren für Desktop-Plattformen.

Update (16. Mai 2015): So viel kostet Broadwell für Desktop
Der Start der Broadwell-Prozessoren für Dekstop-Systeme steht unmittelbar bevor – am 2. Juni 2015 soll es soweit sein. Schon jetzt führen einige Online-Händler die Chips in ihren Shops auf und nennen sogar Preise. So kostet der Core i7-5775C als Boxed-Version wohl  499,99 US-Dollar (USD). Den Core i5-5675C gibt es für 379,99 USD. Das sind vergleichsweise hohe Startpreise. Bemerkenswerter ist jedoch, dass der für Herbst 2015 geplante Broadwell-Nachfolger bereits gelistet ist. Die Skylake-Generation debütiert mit dem Core i7-6700 und Core i5-6500, die 388 respektive 250 kanadische Dollar kosten.

Original-Meldung vom 5. Mai 2015
Nachdem kürzlich Details zur Skylake-Generation von Intel publik wurden, gibt es nun eine Roadmap, die diverse neue Prozessoren für das dritte und vierte Quartal 2015 ankündigt. Schon im laufenden zweiten Quartal bringt Intel der Roadmap zufolge Broadwell-Chips für Desktop-Plattformen (Sockel 1150) auf den Markt; dabei handelt es sich um die Modelle Core i7-5775C und Core i5-5675C. Deren integrierte Grafikeinheit „Iris Pro Graphics 6200“ schafft laut Folie 4K-Auflösung bei 60 Hertz, den Stromverbrauch gibt Intel mit 65 Watt (TDP). In bestimmten Situationen sollen es nur 37 Watt sein (cTDP). Als Untersatz dienen Chipsätze der 90er-Serie; entsprechende BIOS-Updates haben bereits einige Mainboard-Hersteller angekündigt. Beide Chips sind übrigens in der nächst höheren Preisklasse eingeordnet als ihre direkten Vorgänger. Das ist in sofern ungewöhnlich, als dass Intel in den vergangenen Jahren die alten Modelle durch die neuen ersetzt hatte, das alte Preisschild aber in der Regel dran ließ. Die genannten Prozessoren werden wohl die letzten für den Sockel 1150 sein – sozusagen die „Söhne des Haswell“.

Die Skylake-S/K-Prozessoren sind ab dem dritten Quartal erhältlich. Sie debütieren als Core i5-6500, i5-6600, i5-6600K sowie als Core i7-6700 und 6700K.  Allen Anschein nach benötigen sie einen frischen Sockel: den 1151, der mit einem Chipsatz der 100er-Serie zusammenarbeitet. Damit dringt auch der neue DDR4-Speicher in Intels Mainstream-Plattform – bisher gibt es den Standard nur im High-end-Bereich bei Intel. Für letzteren gibt es Anfang 2016 einen Generationswechsel: Dann nämlich beerbt Broadwell-E die aktuelle Haswell-E-Reihe, laut Roadmap.

Meine Meinung: Schenkt man den Angaben Glauben, dürfte Intel bereits zur Technikmesse Computex (2. bis 6. Juni 2015) die Broadwell-Chips für Dekstop vorstellen – endlich. Doch die sind eh nur eine Übergangslösung beziehungsweise der krönende Abschluss der Sockel-1150-Plattform. Wesentlich spannender dürfte Skylake-S sein, denn damit kommt DDR4-Arbeitsspeicher in die bezahlbare Mittelklasse an. Wie hoch der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den Vorgänger ist, muss sich zeigen. Davon hängt aber stark ab, ob die Kunden bereit sind, Geld für eine komplett neue Plattform (Mainboard, RAM) auszugeben. Ich bin da aktuell noch eher skeptisch.