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Neues Topmodell bei den APUs: AMD A10-7870K

AMD A10-7870K – Vergleich
Im Vergleich zum Vorgänger (Mitte) bietet der neue A10-7870K von AMD mehr Takt bei CPU und GPU.29

„Godavari“ was!? Das ist die Bezeichnung der neuen APU von AMD. Der Kombi-Prozessor  (CPU und GPU) A10-7870K beerbt den A10-7850K (Codename Kaveri). Die Neuerungen beschränken sich im Wesentlichen auf Taktanpassungen. Der neue arbeitet mit 3,9 Gigahertz (GHz) Basistakt und boostet seine vier Rechenkerne auf maximal 4,1 GHz. Das entspricht einem Plus von 200 respektive 100 Megahertz im Vergleich zum A10-7850K. Bei der integrierten R7-Grafik (unterstützt DirectX 12 und Mantle, laut AMD) erhöht sich der Takt von 720 auf 866 Megahertz. Nach Herstellerangaben handelt es sich beim A10-7870K um die erste 1-Teraflops-APU. Für mehr Leistung erlaubt der Quad-Core-Prozessor, per Multiplikator den Takt zu erhöhen. Trotz der erhöhten Taktraten gegenüber den Vorgänger bleibt die maximale TDP bei 95 Watt. Arbeitsspeicher wird offiziell bis DDR3-2133 unterstützt – ebenfalls keine Verbesserung zum A10-7850K. AMDs neuer A10-7870K ist ab sofort für 137 US-Dollar erhältlich.

Meine Meinung: In Sachen APU bietet AMD das bessere Produkt – und erhöht jetzt sogar den Abstand mit dem A10-7870K. Wer einen günstigen Allrounder zusammenschrauben will, findet kaum eine gleichwertige und ebenso günstige Alternative (von Intel). Respekt, AMD!

Radeon-300-Serie: AMD betreibt Rebranding

AMD Radeon 300 Series
Die Liste ist weder offiziell noch bestätigt, liefert dennoch Infos zum Rebranding der Radeon-300-Serie.

Einige AMD-Grafikkarten der Radeon-300-Serie für den OEM-Markt sind bereits bekannt; hier vergibt der Hersteller nur neue Namen für alte Chips. Beispielsweise feiert die R9-285 als R9-380 („Tonga Pro“) ihr Wiedersehen. Anpassungen an den Taktraten sind zwar denkbar, der Grafikchip bleibt aber der gleiche. Dies gilt für weitere bereits erhältliche Grafikkarten, etwa für die R9-370 und R9-350 (ehemals R9-270X respektive R7-250). Spannend bleibt die Frage nach der Bezeichnung für die alten Modelle R9-290(X). Denn deren genauen Namen verrät die Übersicht von videocardz.com nicht. Für diese Grafikkarten sieht die Quelle dafür standardmäßig 8 Gigabyte VRAM vor – die entsprechenden Vorgänger nutzen die Hälfte, nur einige Custom-Designs von Board-Partnern spendieren ebenfalls satte 8 GB Grafikspeicher. Da wohl Chip- und Speichertaktraten steigen, hat AMD einige Optimierungen vorgenommen. Weiterhin bleibt offen, ob Fiji tatsächlich als R9-390(X) debütiert oder nicht. Jüngste Meldungen gehen davon aus, dass AMD ähnlich wie Nvidia mit seiner Titan-Reihe ein neues Segment mit Oberklasse-Grafikkarten etabliert – natürlich mit eigenem (stark klingendem) Namen. Übrigens: Auch bei den Grafikchips für Notebooks & Co. betreibt AMD anscheinend Rebranding mit der Radeon-M300-Serie.

Meine Meinung: Sogenanntes Rebranding stufe ich persönlich als Täuschungsversuch an potenzielle Kunden ein. AMD ist damit aber nicht allein … Hier sollten die entsprechenden Hersteller dringlich den Weg der klaren Kommunikation wählen. Und mal im Ernst: Ein alter Grafikchip ist ja nicht per se schlecht. Wozu braucht er bitte im Folgejahr einen neuen Namen!?

Biostar Hi-Fi A68U3P: Mainboard für 49 USD

Biostar Hi-Fi A68U3P
Für einfache Office-PC oder als günstige Spieleplattform: das Biostar Hi-Fi A68U3P.

Günstige Micro-ATX-Mainboards wie das neue Biostar Hi-Fi A68U3P bieten meist eine Ausstattung, die für das Nötigste genügt. Zwei Besonderheiten heben die Hauptplatine von Biostar von anderen Modellen ab. Die „Super LAN Surge Protection“-Funktion (kurz: SLSP) soll die Netzwerkbuchse des Mainboards vor elektrischen und optischen Störfrequenzen schützen. Zudem gewährleistet sie laut Hersteller eine erhöhte elektrische Stabilität. Beides dürfte vor allem jungen Online-Zockern gefallen, die sich für vergleichsweise wenig Geld eine permanent gute Internetverbindung wünschen. Die zweite Besonderheit: Unterstützung für AMDs Dual-Graphics-Technologie, um eine dedizierte Grafikkarte mit der Leistung eines im Hauptprozessor integrierten Grafikchips zu kombinieren. Denn beim Biostar Hi-Fi A68U3P handelt es sich um ein Mainboard mit Sockel FM2+; es nimmt APUs von AMD auf. Die Hauptplatine kostet 49 US-Dollar, alle technischen Details gibt es auf der Herstellerseite.

Meine Meinung: Ich selbst nutze ein Micro-ATX-Mainboard, denn die gebotenen Steckplätze reichen in der Regel für alles aus. Außerdem sind sie in der Regel günstiger als die großen (Standard-)Modelle ATX.
Biostar kennt man von früher als Mainboard-Geheimtipp. Ist das noch wahr, dürfte das Biostar Hi-Fi A68U3P kein schlechtes Produkt zu. Der Preis scheint mir sehr fair.

AMD Radeon R9-390X (Fiji): Klein dank Wasserkühler

AMD Radeon R9-390X – Design
Für eine High-end-Grafikkarte fällt die R9-390X offenbar sehr kurz aus – dank High Bandwidth Memory.

Update (7. Mai 2015): Fiji-Design gesichtet
Die Radeon R9-390X kommt voraussichtlich in zwei Versionen auf den Markt: Zum einen will AMD eine klassische Version mit Luftkühler bringen, zum anderen ist ein kompaktes Modell mit Wasserkühler geplant, berichtet chiphell.com. Weil durch den Einsatz von neuer HBM-Technik keine Speicherbausteine um die GPU platziert werden müssen, fällt die Grafikkarte selbst vergleichsweise kurz aus – 20 Zentimeter Länge behauptet die Quelle. Der Wasserkühler bedeckt offenbar die komplette Karte und somit auch die hitzigen Spannungswandler, für die demnach kein separater Lüfter benötigt wird.

Original-Meldung vom 1. Mai 2015
Während Nvidia mit der Maxwell-Generation seit Monaten neue Grafikkarten auf den Markt hat (etwa GTX 980 und 960), warten die AMD-Fans weiterhin vergeblich auf den Konter. Das derzeitige Top-Modell Radeon R9-290X hat schon über 1,5 Jahre auf den Buckel und hingt der Konkurrenz nicht nur in Sachen 3D-Leistung, sondern auch bei der Energieeffizienz hinterher. Gleichzeitig gibt es mit AMDs Freesync-Technik und DirectX 12 von Microsoft wichtige Techniken, die entweder nur wenige AMD-Grafikkarten unterstützen oder nur zu Teilen. Höchste Zeit also, dass die unter dem Codename Fiji bekannte neue Grafikkartengeneration erscheint. Frische Infos deuten auf einen Release im August hin; zur Spielemesse E3 im Juni könnte eine offizielle Ankündigung erfolgen.

AMD Radeon R9-390X – Specs
Die Webseite videocardz.com hat inoffizielle Infos zur Radeon R9-390X von AMD veröffentlicht. Inwiefern diese wahr sind, lässt sich derzeit nicht endgültig klären.

Was bietet AMDs R9-390X?
Die Info zum Termin stammt von hotchips.org, wonach AMD am 25. August eine Präsentation über neue Grafiktechnologie und Speicher halten will.  Es ist denkbar, dass es dabei um das kommende Top-Modell R9-390X mit sogenannter HBM-Technik geht. Das Kürzel steht für High Bandwidth Memory; der gestapelte Speicher (produziert von Hynix) soll bei der R9-390X mit 4.096 Bit angebunden sein.  Gerüchten zufolge erlaubt das maximal 4 Gigabyte Grafikspeicher, wobei AMD dank eines Verbunds wohl die doppelte Menge unterbringen möchte. Von den für 3D-Berechnungen wichtigen Stream-Prozessoren sind vermutlich 4.096 an Bord. Für eine Oberklasse-Grafikkarte typisch bekommt die Karte über zwei externe Anschlüsse Strom. Wobei noch unklar ist, ob je ein 6- und 8-Pin-Stecker oder zwei 8-Pin-Stecker vorgesehen sind.

Meine Meinung: Es wird höchste Zeit, dass AMD die Fiji-Generation auf den Markt bringt. Denn  auch wenn die aktuellen Modelle keineswegs schlecht sind, hat Konkurrent Nvidia momentan die besseren Grafikkarten im Angebot – auf 3D-Leistung und Energieeffizienz bezogen. Außerdem belebt Konkurrenz den Markt: Also los AMD, haltet eure Fans (ich bin auch einer) nicht noch länger hin!

AMD Zen: Roadmaps offenbar Fakes

Update (3. Mai 2015): Alles fake?
Der Betreiber von planet3dnow.de wurde von AMD direkt angeschrieben wegen der geleakten Präsentationsfolien. Sie seien falsch und wurden zumindest bei planet3dnow.de auf Bitten von AMD gelöscht.

AMD-Zen-Aufbau
So soll AMDs ZEN-Kern aufgebaut sein.

Update (30. April 2015): Neue Roadmaps & Details
Nicht-offizielle Roadmaps sind zwar immer mit Vorsicht zu genießen, doch im Zweifel darf man ja auch mal träumen. Im Forum von planet3dnow.de sind AMDs Pläne für Desktop- und Mobile-Prozessoren aufgetaucht. Demnach stellt der Chip-Hersteller komplett auf 14-Nanometer-Technik um. Die „Summit Ridge“-Reihe stellt die Flaggschiff-Prozessoren mit bis zu acht Rechenkernen und ohne integrierter Grafikeinheit. Die in der Mittelklasse angesiedelte „Bristol Ridge“-Serie bringt AMD als APU heraus; hier sind vier Kerne und eine als „Next Generation GCN Graphics Compute Unit“ an Bord. Für Mini-Computer & Co. ist die neue „Basilisk“-APU vorgesehen, die nur noch über zwei Rechenkerne verfügt. Den Mobile-Bereich will AMD 2016 offenbar mit auf Energieeffizienz getrimmten Bristol-Ridge-, Basilisk- und – exklusiv für Mobile – Styx-APUs versorgen. Bis auf die letztgenannte Baureihe setzen alle auf Zen-Kerne, deren Aufbau eine dritte Folie genauer beleuchtet. Vier Kerne bilden offenbar eine Einheit, die sich einen gemeinsamen Level-3-Cache (8 Megabyte) teilen muss.

Original-Meldung vom 28. April 2015

AMD Zen
AMD Zen (rechts) weist eine neue Mikroarchitektur auf.

Im Vorfeld des „AMD Financial Analyst Day“ (6. Mai 2015) ist eine Präsentationsfolie zu AMDs kommender Mikroarchitektur Zen an die Öffentlichkeit gelangt, die Aufschluss über den Prozessoraufbau gewährt. Demnach spart sich AMD die Aufteilung der sogenannten Integer-Einheit, wie es noch bei den Zen-Vorgängern der Fall war. Die Anzahl der Pipelines steigt von vier auf sechs. Anscheinend kann  ein Rechenkern zwei Integer-Threads gleichzeitig beackern – so lassen sich die Pfeile im Diagramm zumindest deuten. Folglich wird ein physischer Kern als zwei logische erkannt. Bezüglich der Gleitkommaeinheit passt AMD wohl nur die Anbindung der FMACs an; statt 128 Bit stehen Zen die doppelte Menge zur Verfügung. Der Quelle nach schrumpft die Kern-Fläche beim Zen auf zehn Quadratmillimeter (Vergleich: Bulldozer – 19,42 Quadratmillimeter).

Meine Meinung: Bisher liest sich das geleakte Material zu AMD Zen wenig spektakulär. Der vermutliche Wechsel von CMT zu SMT dürfte die Leistung beim Multitasking erhöhen – aber Konkurrent Intel setzt bereits seit Jahren auf SMT. Die Bit-Verdopplung auf 512 beim AVX-Befehlssatz sorgt zwar theoretisch für mehr Power bei Multimedia-Anwendungen, 3D-Bearbeitung & Co. Praktisch muss sich dies aber erst mal beweisen. Ich bin gespannt und drück AMD die Daumen.